Montag, 24. November 2008

Es weihnachtet sehr ...

Die ganze stadt riecht nach Weihnachten. Vorallem in Downtown Montréal ist das Weihnachtsfieber ausgebrochen. Total verrückt! Fast alle Schaufenster sind weihnachtlich geschmückt, um die Bäume auf der Straße wurden blaue Lichterketten gewickelt und in den Vorgärten stehen plastik Schneemänner, Renntiere und sonstige Weihnachtsutensilien ...
Ja, ich bin gespannt wie mein erstes Weihnachten "alleine" wird ... ohne Mama und Papa, ohne Michi, ohne meine Geschwister, Tante, Onkel, die Gaildorfer, Birgit, Kassler, Raclette, Christstollen, Plätzchen und Glühwein.
Solangsam passen sich auch die Temperaturen an weihnachtliche Gefühle an. Am Wochenende waren die Höchstwerte -3°C. aber die Leute sagen immer, dass wir noch nicht in Panik ausbrechen sollen und den Januar abwarten. Leider haben wir noch keinen Schnee (naja, was heißt "leider" -> ich hab immer noch keine Winterstiefel und deshalb bin ich ganz froh, dass noch kein Schnee liegt)

Ganz viele liebe Grüße und lasst euch nicht vom Weihnachtsstress anstecken!!! Überlegt warum wir Weihnachten feiert und was daran das Wichtigste ist!

Stell grad fest, dass ja heute der 24. November ist, also nur noch einen Monat bis Heilig Abend. Cooler Zufall =)

Dienstag, 18. November 2008

... noch ;)

Es tut mir Leid, dass ich mich solange nicht mehr gemeldet hab!

Im Moment geht es mir richtig gut und ich bin froh in Montréal zu sein! Praise the Lord!

Hab in letzter Zeit viel erlebt und weiß jetzt gar net wirklich, wo ich anfangen soll...
Ich mach seit zwei Wochen jeden Donnerstag von 14-19 Uhr einen Frewilligendienst im "le Chic Resto Pop". Das "Chic Resto Pop" ist eine Art Suppenküche in einem der ärmeren Stadtvierteln in Montréal, dass Essen für einen relativ geringen Preis an die Bevölkerung abgibt und ein paar Freizeitaktiviäten anbietet. Die meisten Leute, die zum Essen kommen, sind nicht obdachlos oder so. Es sind hauptsächlich Menschen, die relativ wenig Geld jeden Monat zu Verfügung haben und dies nicht richtig einteilen können. Man kann sich Essensmarken für einen ganzen Monat kaufen und so ist garaniert, dass Keiner hungern muss. Diese Chance wird häufig von Frauen genutzt, deren Männer Alkoholiker sind ...
Ja, und ich helf' dene jetzt einmal pro Woche. Ich muss dann z.B. HalloweenDekoration abmachen, Adressen sortieren oder gebrauchtes Geschirr sortieren... nichts anspruchsvolles, aber ich glaub, es ist gut, dass ich dort mithelf' und ich kann viel lernen...

Ansonsten leb' ich mich solangsam ein. Dh es ist nicht mehr alles total neu und ungewohnt für mich, was allerdings nicht heißt, dass es net noch viel zu entdecken gibt.
Es gibt hier soviele witzige Kleinigkeiten, die für mich Europäer total strange sind ;)
Beispiel: Gestern bin ich von Italien-Food-Store heimgelaufen. Er ist in der selben Straße, wie unser Appartement. Allerdings bin ich ca. 30 Minuten immer gerade aus (keine Kurve- nichts) gelaufen, bis ich Zuhause angekam =)
Allgemein braucht man hier irgendwie für alles ein bißchen mehr Zeit. Ich brauch ca. 40 Minuten bis ich Sonntags in der Kirche bin. Oder 30 Minuten bis Downtown, obwohl ich daletzt ein Schild mit "Centre Ville 9km" in unserem Neighborhood gelesen hab.

Das WG-Leben groovet sich solangsam ein. Die "Honeymoon"-Phase neigt sich langsam zu ende und man erkennt die wahren Gesichter seiner Mitbewohner ;) Fünf verschieden Menschen, vier verschiedene Lebensphasen und drei verschiedene Sprachen (wobei es eigentlich ja nur zwei sind: englisch und französsich)... Konflikte vorprogrammiert! Aber wir versuchen in letzter Zeit, die immer mehr zu ellimenieren (was ganz gut klappt)!

Falls ihr Details zu meinem akuellen Leben wissen wollt, schreibt mir! ;)

Viele liebe Grüße
eure Jule